SHG Heilbronn

Willkommen auf unserer Seite der Gruppe Stottern & Selbsthilfe Heilbronn.
Wir möchten Euch gerne einladen und einen Eindruck aus der Gruppe weitergeben.

Akuelles


Auf Sendung beim Stotterfunk am 31.3.2016

Zu einem Gespräch mit Blick über den Tellerrand hatte der Stotterfunk, eine Radiosendung der Selbsthilfegruppe Stuttgart, verschiedene Vertreter aus dem regionalen Umkreis eingeladen. Live im Studio trafen sich Teilnehmer der Gruppen Stottern und Selbsthilfe Heilbronn, Stuttgart und Tübingen. Über das Studiotelefon waren Ansprechpartner aus Heidelberg/Mannheim und vom Bodensee zugeschaltet. Der Austausch zu Aufgabenverteilung, Zusammenarbeit mit Logopäden und Raumfindungsproblemen war rege. Themen wie Mitgliedersuche, Gestaltung von Abenden und Einladung von Referenten waren bei allen vordergründig. Ebenso wurde die Motivation der Studiogäste besprochen, regelmäßig Treffen zu besuchen. Gruppen existieren bereits seit Mitte der 1970er Jahren in unterschiedlichster zahlenmäßiger Zusammensetzung. Die persönliche Musikauswahl der Gäste rundete die gelungene Sendung ab, ebenso die Freude darüber, ein wenig über die eigenen Grenzen hinaus gegangen zu sein. Jeden 5. Donnerstag im Monat, von 19 – 21 Uhr ist die Sendung des Stotterfunks im Freien Radio für Stuttgart auf 99,2 MHz über Antenne und 102,1 über Kabel zu empfangen. Information zu Therapien und Veranstaltungen gehören dazu, wie auch andere eigene Themen, die im lockeren Gespräch entstehen. Sendungen können über www.stotterfunk.de gehört werden. DW


Buchbesprechung 2016: Autobiografie vom Journalisten Wolf Schneider

Mit dem im Mai 2015 erschienenen Buch „Hottentottensstottertrottel“ befasste sich die Gruppe Stottern und Selbsthilfe. Eine für Betroffene interessante Publikation. Der ungewöhnliche Buchtitel versprach Auskunft darüber, wie der prominente Autor sein Stottern überwunden hat und heute auf eine Karriere als Rhetoriker zurückblickt. Wolf Schneider, Jahrgang 1925, bekannt als Moderator der „NDR-Talkshow“, war Chefredakteur der „Welt“ sowie Leiter der Hamburger Journalistenschule. 46 Kapitel Erinnerungen geben umfangreichen Einblick in den deutschen Nachkriegsjournalismus. Kurz in der Einleitung und knapp im Kapitel über Kindheit und Jugend beschreibt er seine Veranlagung zum Stottern und deren Überwindung. Die Störung bewältigte Schneider mit dem Titel gebenden 29-Silben-Zungenbrecher als Sprechtraining. Keine Antworten erhält der Leser auf  Fragen nach Vermeidungsstrategien in der beruflichen Laufbahn, Rückfällen und Reaktionen im privaten Umfeld. Der auf dem Cover losgelöst stehende, provozierende Titel streift lediglich die versprochene Thematik. In öffentlichen Diskussionen wird Wert auf eine politisch korrekte Ausdrucksweise gelegt. Das gab Anlass in der Gruppe, auch über die Formulierung des Titels aus heutiger Sicht nachzudenken.


Welttag des Stotterns am 22.10.2015: Bannerflug über Heilbronn und Stuttgart

Bei strahlendem Sonnenschein kreiste zum "Welttag des Stotterns" ein Bannerflieger über dem Heilbronner Kiliansplatz und der Innenstadt sowie über Stuttgart und Umgebung. Das Datum leuchtete pinkfarben und schwarz zeichnete sich der Schriftzug vom blauen Himmel ab. Diese städteübergreifende, symbolische Aktion warb für Geduld und Solidarität. Gefördert wurden die Rundflüge von der AOK Heilbronn - Franken und der AOK Stuttgart - Böblingen. Ursprünglich war der Rundflug auf den 22. Oktober terminiert. Witterungsbedingt wurde er auf den 26. Oktober verschoben.

Über den Bannerflug von Schwäbisch Hall nach Stuttgart, rund um Stuttgart, weiter nach Heilbronn, rund um Heilbronn und zurück nach Schwäbisch Hall sind sehr viele Menschen auf den Welttag aufmerksam gemacht worden.

Seit 1998 ist der 22. Oktober Welttag. Ins Leben gerufen wurde er von internationalen Organisationen stotternder Menschen und Fachverbänden. In Deutschland wird der Tag genutzt, um mit großen und kleinen Veranstaltungen in die Öffentlichkeit zu treten. Es wird auf Schwierigkeiten, die Betroffene bewältigen, aufmerksam gemacht und Informationen  rund um die Sprechbehinderung Stottern gegeben. Der Welttag bietet Gelegenheit, selbstbewusst und offensiv gehört und gesehen zu werden. Über 800.000 Menschen in Deutschland stottern, fünf Prozent aller Kinder und Jugendliche sind teilweise von der Redeflussstörung betroffen. Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe, 1979 gegründet, engagiert sich als Interessensvertretung.


Besuch der Johanniterhalle im Juli 2015

Der Sommerausflug der Stotterer Selbsthilfegruppe führte im Juli nach Schwäbisch Hall. Anlass war der Gewinn einer Gruppenführung durch die Ausstellung Alter Meister in der Johanniterhalle. Kunstmäzen Reinhold Würth spendete Gutscheine zur Verlosung bei der Feier zum 20. Selbsthilfeforum Heilbronn 2014. Seit dem Jahr 2008 ist die Johanniterhalle Zweigstelle der Kunsthalle Würth und herausragender Ort für die Präsentation der Sammlung. Angenehme Kühle empfängt die Besucher des Kirchengebäudes aus dem 12. Jahrhundert. Beeindruckend ist der gotische Dachstuhl von 1400. Wertvollstes Stück und Blickfang unter den Gemälden der Alten Meister ist die Schutzmantel-Madonna von Hans Holbein, ein Erwerb des Kunstsammlers Würth aus dem Jahr 2011. Bevor die Madonna ab August für 15 Monate ins Landesmuseum Zürich auf Reisen geht, hatte die Gruppe das Glück, sie noch einmal zu sehen. Bei sonnigem Wetter und stürmischem Wind bot ein anschließender Spaziergang durch die Salzstadt am Kocher so einiges: Jakobimarkt, Aufbauten auf den Stufen der Großen Treppe zu St. Michael für die Premiere des  Musiktheaters "The Stairways to Heaven" und ein vor der Freilichtbühne geparkter, auf ein Hochzeitspaar wartender pinkfarbener Cadillac.


Fotoausstellung "Herz auf der Zunge" 2013

Die Wanderausstellung ist seit dem 16. April 2013 bis auf weiteres in der Salinenklinik, Bad Rappenau und danach im benachbarten Stimmheilzentrum ausgestellt. 20 großformatige Schwarzweiß-Portraitbilder mit Aussagen zum persönlichen und dem Umgang der Umwelt mit dem Stottern machen die Fotografien zu einem besonderen Kunstwerk.


Buchvorstellung im Kulturwerkhaus Zigarre in Heilbronn am 6.11.2012

Die Stotterer Selbsthilfegruppe Heilbronn hat Gerd Riese zusammen mit der Fotografin Ilona Richter am 6. November zur Lesung in das Kulturwerkhaus Zigarre eingeladen. Der Schriftsteller Gerd Riese ist einer von 800 000 Stotterern in Deutschland. Er weiß, wovon er spricht und schreibt. Sein Buch trägt den Titel "King Georg, Chagall, die Monroe und wir", Erzählungen aus dem Leben stotternder Menschen. Gerd Riese und Illona Richter lesen abwechselnd. Sie beziehen ihre Zuhörer ein, lassen sie einen Ball mit der linken Hand werfen und fangen, das Handicap begreifen und ihre Wünsche aufschreiben.  Für das Buch hat Gerd Riese mehr als ein Jahr verschiedene Stotterer Selbsthilfegruppen besucht und sehr persönliche Geschichten erfahren. Erfahrungen von Mut und Wut, vom Hinfallen und Aufstehen, von Akzeptanz und Widerstand verarbeitet er sensibel in literarischer Weise. Gerd Riese recherchiert weiter und findet Facetten in Lebensläufen bekannter Persönlichkeiten. Die Wenigsten wissen, dass der Maler Marc Chagall, der Philosoph Ludwig Wittgenstein, die Schriftstellerin Maxie Wander Stotterer waren, der Politiker Malte Spitz ebenso ist. Lebensläufe, Zitate, Feststellungen, Miniaturen fügt Gerd Riese zu einem abwechslungsreichen Buch zusammen. Porträtfotografien von Illona Richter ergänzen seine Texte. Wie kann ein Kleinkind das Sprechen von seiner stotternden Mutter erlernen? Ist Stottern in Fehler in der Hirnfunktion? Fragen von Zuhörern werden in der anschließenden Gesprächsrunde von Riese beantwortet. Wovon man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen, sagt Wittgenstein. Gerd Riese spricht vor mehr als 30 Interessierten, offen und souverän.Zu Lesungen an öffentlichen Orten touren Riese und Richter durch ganz Deutschland. Das Buch ist im Demosthenes-Verlag, Köln, erschienen. Wir danken Gerd und Illona für ihr Kommen!


Mitglieder der Selbsthilfegruppen Stuttgart, Heilbronn und Ulm waren  am 30. August 2012 zu Gast beim Stotterfunk:

http://www.stotterfunk.de/?Senderarchiv:Sendungen_2012:30._August_2012


Die BVSS jetzt auch mit einem Kanal auf YouTube

Noch immer ist das Bild der Stotternden in der Öffentlichkeit und in den Medien vornehmlich negativ geprägt. Die öffentliche Wahrnehmung des Stotterns spiegelt sich heute auch in der Darstellung Stotternder im Internet wieder. Auf der Filmplattform YouTube wird ein breiter Mix an Filmen unter dem Suchbegriff "Stottern" präsentiert. Neben ernsthaften Darstellungen und Therapieangeboten finden sich hier auch sehr zweifelhafte Filme wie: unseriöse Heilungsangebote, stotternde Motoren oder stotternde Wirtschaftsverläufe, diskriminierende Kurzfilme in denen man sich über Stotternde lustig macht usw. Ziel dieses Projekts ist es, einen eigenen YouTube-Kanal "StotternVideos" gezielt mit informativen und seriösen Kurzfilmen zum Thema Stottern anzureichern.


Titelbild

"WENN DAS WORT IM MUND ZERBRICHT"
Ein Film über das Stottern.

Die 60 minütige Dokumentation begleitet vier stotternde Menschen verschiedenen Alters: ein Kind, einen Jugendlichen, eine Mutter und einen Rentner. Ihr Alltag ist unterschiedlich stark vom Stottern beeinflusst. Ihr eigenes Ergeben und die Reflexion durch ihre Mitmenschen stehen im Fokus dieses Films. Der Film ist eine Produktion des Medienprojektes Wuppertal.

In Kooperation mit dem KINO IM SCHAFSTALL zeigt die Regionalgruppe Logopädie Schwäbisch Hall/Hohenlohe diese Dokumentation. Daran anschließend folgt ein Filmgespräch mit Betroffenen und Experten. Weitere Infos: www.kinoimschafstall.de


Am 6. März 2012 werden LogopädInnen in zahlreichen europäischen Ländern anlässlich des Europäischen Tages der Logopädie über das Thema "Stottern" informieren. In Deutschland steht der Tag unter dem Motto: "Stottern. Wenn das Sprechen klemmt. Ursachen, Folgen und Therapie". mehr...

Der Landesverband der Stotterer Selbsthilfe Baden-Württemberg hat eine weitere  "Selbsthilfegruppe":

"Netzwerk Eltern betroffener Kinder"

Dieses Netzwerk ist eine Art überörtliche Selbsthilfegruppe.
Sie soll eine Anlaufstelle sein, an die sich Eltern mit betroffenen  
Kindern  wenden können, um sich auszutauschen und den Kindern Gelegenheit zu geben, andere stotternde Kinder kennen zu lernen.
Weitere Einzelheiten finden Sie auf unserer Homepage: www.stottern-bw.de/

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